NEIN zur Volksinitiative „Für eine öffentliche Krankenkasse“

Unser Gesundheitswesen zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, Teil dieser Qualität ist auch die Versicherung. Die Schweizer Krankenversicherung ist qualitativ hochstehend und effizient organisiert. Die Verwaltungskosten und der administrative Aufwand sind gering (unter 5%). Die Unzufriedenheit im Gesundheitswesen besteht auf der Kostenseite. Reformen, welche eine Kostensenkung anstreben, dürfen jedoch keinesfalls zu Qualitätseinbussen führen. Alle Reformbemühungen, welche mit Qualitätseinbussen verbunden sind, bleiben chancenlos (Auflösung Vertragszwang, Einschränkungen auf Leistungsseite).

Die Einheitskasse verspricht ebenfalls Kostensenkungen, die bisher jedoch nicht nachgewiesen sind. In der Initiative ist kein einziger Vorschlag enthalten, der wirksam zu Kostensenkungen führen soll. Hier wird einzig eine diffuse Hoffnung geschürt, die sich aus den heutigen Wettbewerbskosten herleitet. Die Wettbewerbskosten sind jedoch vernachlässigbar klein, als dass diesbezügliche Einsparungen zu Kostensenkungen führen könnten.

Zudem bringt der Systemwechsel zur Einheitskasse den Angestellten der Krankrenkassen, übrigens mehrheitlich Frauen, erhebliche Unsicherheiten und das Risiko zum Jobverlust.

Ein gewichtiger Einwand gegenüber dem heutigen Krankenversicherungswesen ist, dass es nach wie vor auf Kopfprämien beruht und die Finanzierung und Solidarität teilweise willkürliche Züge aufweist. Aber an der gesamten Finanzierung ändert die Einheitskasseninitiative nichts.

Als Versicherte können wir letztlich aus einem breiten Angebot das für uns passende Produkt auswählen. Daher ziehe ich ein privates Konkurrenzmodell einer staatlichen Einheitslösung vor.

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